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Ein wichtiger Beitrag für die Energiewende

Startschuss für den Windpark „Die Gleiche“:  Die EAM-Tochtergesellschaft EAM Natur GmbH hat am 29. Juli 2015 die Genehmigung für den Bau und den Betrieb von sechs Enercon E-115 Windenergieanlagen zwischen Immichenhain und Schrecksbach im Schwalm-Eder-Kreis erhalten. Dies gaben die Energiegenossenschaft Schwalm Knüll e.G. und die EAM Natur am 30.07.2015 gemeinsam bekannt. Somit kann bereits im Oktober mit dem Bau des Windparks begonnen werden, der Mitte des kommenden Jahres fertiggestellt werden soll. Vorgesehen ist, dass die Energiegenossenschaft, die beiden Kommunen Ottrau und Schrecksbach sowie die EAM das Projekt gemeinsam umsetzen und sich an dem Windpark beteiligen. Die Investitionssumme beträgt insgesamt rund 30 Millionen Euro.

 

Ziel ist eine breite Bürgerbeteiligung

Die sechs Windräder verfügen über eine jeweilige Leistung von drei Megawatt  sowie eine Nabenhöhe von 149 Metern. Sie werden mit Erdkabel direkt an das Umspannwerk der EAM-Tochtergesellschaft EnergieNetz Mitte in Ottrau angeschlossen. „Auch wenn das Thema Windenergie derzeit nicht überall positiv aufgenommen wird – ohne die Nutzung der Windenergie wird die Energiewende nicht möglich sein, da sich mit ihr auf einer vergleichbar kleinen Fläche eine sehr große Menge an Energie erzeugen lässt“, sagte EAM-Geschäftsführer Thomas Weber. „Der Windpark wird daher einen bedeutenden Beitrag bei der Umsetzung der Energiewende im Schwalm-Eder-Kreis leisten.“ Dies betont auch Horst Kaisinger, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll: „Eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung kann nur durch den Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglicht werden. Die umweltfreundliche Energieerzeugung liegt im Interesse des Klima- und Umweltschutzes und somit auch im öffentlichen Interesse. Daher ist es erfreulich, dass wir nun mit der Umsetzung unseres gemeinschaftlichen Windprojekts starten können.“ Ein weiterer Vorteil: Die zukünftigen Erträge des Windparks verbleiben in der Region, da durch die Energiegenossenschaft sowie die beiden Kommunen Ottrau und Schrecksbach eine möglichst breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort erreicht werden soll. Interessenten können sich im Internet unter www.schwalm-knuell-energie.de für eine Beteiligung am Bürgerwindpark registrieren.

 

Umfangreiche Maßnahmen zum Vogel- und Naturschutz

Die umfangreichen Planungen für das Projekt laufen bereits seit Ende 2012. So gab es beispielsweise zahlreiche Untersuchungen zu den vor Ort lebenden Vogel- und Fledermausarten, für die anschließend verschiedene Schutzmaßnahmen vorgesehen wurden. Auch wurde berücksichtigt, dass dauerhaft zu rodende Waldgebiete an anderer Stelle wieder vollständig aufgeforstet werden. Im September des vergangenen Jahres konnte schließlich der Genehmigungsantrag für das Projekt gestellt werden. „Bei der Umsetzung des Windparks werden wir jetzt natürlich darauf achten, dass wir so viele Aufträge wie möglich an Bauunternehmen aus der Region vergeben und so die regionale Wertschöpfung bei uns halten“, erklärte Ottraus Bürgermeister Norbert Miltz.

 

Seit Juli 2014 findet darüber hinaus eine Windmessung mit einem hochmodernen Messsystem statt, das Windgeschwindigkeiten in einer Höhe von bis zu 200 Metern erfassen kann. Auch wenn die vollständige Analyse der Daten noch nicht abgeschlossen ist, lassen erste Auswertungen auf eine jährliche Energieproduktion des Windparks von etwa 41 Millionen Kilowattstunden (41 GWh) schließen. Damit ließen sich knapp 12.000 Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr versorgen. Ein großer Gewinn ist der zukünftige Windpark auch für die Umwelt. „Verglichen mit herkömmlichen Energieträgern verringern wir durch den neuen Windpark den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid jedes Jahr um etwa 25.000 Tonnen“, freute sich Schrecksbachs Bürgermeister Andreas Schultheis.

Energiegenossenschaft mit positiver Bilanz

In der gut besuchten Kulturhalle in Ziegenhain eröffnete der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Braun die diesjährige Generalversammlung der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG.

Vorstandsmitglied Dr. Brigitte Buhse zeigte zunächst die Rahmenbedingungen auf Bundes-, Landes- und Regierungsbezirksebene auf, denen auch die Arbeit der Energiegenossenschaft unterliegt. „Durch die zielstrebige Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat konnte die Energiegenossenschaft auch das Geschäftsjahr 2014 mit einer positiven Bilanz abschließen“, erläuterte Ernst George. Der Anlagenpark im Bereich Photovoltaik wurde durch den Kauf einer bereits bestehenden Anlage erweitert. Aufgrund des guten Sonnenjahrs konnten höhere Erträge als im Vorjahr verzeichnet werden, was sich auch auf die Zinszahlungen ausgewirkt hat, die meist höher als im Vorjahr waren.

 

Die Anlagen werden planmäßig abgeschrieben, alle Mitglieder, die sich an den Anlagen beteiligt haben, haben fristgerecht die vereinbarten Zinszahlungen erhalten und die Genossenschaft hat vertragsgemäß mit der Rückzahlung der Beteiligungen begonnen. Insgesamt verbleibt ein beachtlicher Jahresüberschuss und die Mitglieder können sich auch in diesem Jahr über die Zahlung einer Dividende von 3% auf ihre Geschäftsguthaben freuen.

 

Satzungsgemäß wird jährlich ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt. Zur Wiederwahl kandidierten in diesem Jahr Werner Braun, Klaus-Dieter Horchem und Frank Pfau. Alle erhielten einstimmig das Mandat der Generalversammlung.

 

Vorstandsmitglied Horst Kaisinger erläuterte den Stand der Entwicklung des Windparks „Die Gleiche“. Die Genossenschaft und EAM Natur haben alle Voraussetzungen vom Abschluss der Pachtverträge bis zur Bestellung der Windräder geschaffen. Durch Verzögerungen im Zeitplan des Regierungspräsidiums, wird die Entscheidung über die Genehmigung des Windparks erst im Juni fallen, so dass der Bau voraussichtlich im Oktober beginnen kann. Zahlreiche Interessenten an einer Beteiligung haben sich bereits vormerken lassen.

 

Das Modell der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG hat auch die Waldinteressenten Rommershausen-Dittershausen überzeugt. Sie wollen nun gemeinsam mit der Genossenschaft und EAM Natur an der Errichtung eines Windparks arbeiten.

Gute Ertragslage

Vorstand und Aufsichtsrat der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG sind zufrieden mit den Erträgen des Jahres 2014 der Photovoltaikanlagen. Nach Angaben  des Deutschen Wetterdienstes lag die Globalstrahlung in Schwalm und Knüll etwa im langjährigen Mittel, ein besonders sonnenreicher Monat war der März 2014. Alle PV-Anlagen der Energiegenossenschaft haben mindestens die prognostizierten Erträge erreicht, besonders gut waren die Erträge der Anlage auf dem Dach des Baumarktes in Ottrau und auch der Solarpark Harthbergkaserne hat einen sehr guten Ertrag erbracht. Darüber freuen können sich die Mitglieder der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG, die mit dem Kauf von Geschäftsanteilen und der Zeichnung von Nachrangdarlehen in die PV-Anlagen investiert haben: sie erhielten pünktlich zum 01. Februar die Zinsen auf ihr Darlehen und die Energiegenossenschaft beginnt vertragsgemäß mit der Tilgung der Darlehen. Insgesamt stehen rd. 50.000 € Zinsen und knapp 80.000 € Tilgung zur Zahlung an.

 

Damit ist das Modell der Energiegenossenschaft der Mitgliederbeteiligung durch Geschäftsanteile und Nachrangdarlehen auch in diesem Jahr ein Erfolg. Vorgesehen ist, dass das Modell ebenfalls für die Beteiligung am geplanten Windpark „Gleiche“ in Ottrau und Schrecksbach angewendet wird. In die drei Anlagen der Bürgerwind Ottrau/Schrecksbach GmbH sollen rund 15 Millionen Euro investiert werden, davon stehen 4,5 Millionen für die Bürgerbeteiligung zur Verfügung. Das von den Bürgern eingebrachte Kapital fließt zu 80 % in Nachrangdarlehen und zu 20 % in Geschäftsanteile der Genossenschaft. Für die Nachrangdarlehen soll ein Stufenzins je nach jährlicher Leistung des Windparks gezahlt werden, die Geschäftsguthaben erhalten eine Dividende gemäß jährlichem Beschluss der Generalversammlung.

 

Anders als gehofft, verzögert sich der Baubeginn des Windparks, da aktuell die Genehmigung des Regierungspräsidiums noch nicht vorliegt. Dass es im Laufe eines Genehmigungsverfahrens aus unterschiedlichen Gründen zu Verzögerungen kommen kann, ist nichts Ungewöhnliches. Deshalb war die Möglichkeit, dass eine Realisierung des Parks vielleicht erst Ende 2015 beginnen kann und evtl. teilweise oder ganz erst in 2016 vollzogen werden könnte, von Anfang an in die Überlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat einbezogen. Es wurden vorher Prüfungen und Berechnungen angestellt, was ein solcher Verlauf für das Projekt insgesamt und seine Wirtschaftlichkeit bedeutet. Die Verzögerung wird das Projekt nicht gefährden, weil mit entsprechender Vorsicht gerechnet und geplant wurde.

 

Die Energiegenossenschaft wird Mitglieder und Interessenten über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten und zu einer detaillierten Informationsveranstaltung einladen, wenn ein konkreter Zeitplan vorliegt. Die Vorbereitungen gehen unverändert weiter. Wenn Sie noch kein Mitglied sind, würde sich die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG freuen, wenn Sie unabhängig von der konkreten Umsetzung des Windparks Gleiche Ihren Beitritt zur Genossenschaft erklären und einen Geschäftsanteil über 100,-- Euro zeichnen.

Außerordentliche Generalversammlung bringt Bürgerwindpark Ottrau/Schrecksbach auf den Weg

Zu einer außerordentlichen Generalversammlung trafen sich die Mitglieder der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG in der Mehrzweckhalle Ottrau. Hort Kaisinger vom Vorstand der Energiegenossenschaft informierte zunächst zum Sachstand des Windparks "Gleiche" auf dem Gemeindegebiet der Gemeinden Ottrau und Schrecksbach. Er zeigte die politischen Rahmenbedingungen auf, die vom Beschluss der Bundesregierung zum Atomausstieg, über das hessische Energiezukunftsgesetz, das 2 % der Landesfläche für Windkraft vorsieht, den Teilplan "Windenergienutzung" im Regionalplan Nordhessen und eine positive Stellungnahme der Gemeinden reichten. Kaisinger stellte dar, warum der Windpark wirtschaftlich zu betreiben ist und verwies auf positive Windgutachten, die Auswahl geeigneter Windräder vom renommierten Marktführer in Deutschland und einen langjährigen Servicevertrag. Die von der Energiegenossenschaft durchgeführten Wirtschaftslichkeitsberechnungen wurden mehrfach von Externen überprüft. Kaisinger zeigte sich überzeugt, dass die angestrebte örtliche Lösung den größten Nutzen für die Region bringt, weil Menschen vor Ort das Heft des Handelns in die Hand nehmen.

 

Den Stand der Projektplanung stellte Johannes Rudolph von EAM Natur vor. Geplant sind sechs Windräder mti einer Nabenhöhe von 149 Metern und einer Leistung von je drei Megawatt, von denen vier auf dem Gebiet der Gemeinde Ottrau und zwei in Schrecksbach stehen werden. Rudolph erläuterte die naturschutzfachlichen Untersuchungen und Ausgleichsmaßnahmen, die Auswirkungen der Anlagen auf das Landschaftsbild und die Maßnahmen zur Minimierung von Schallimmissionen und Schattenwurf. Der Antrag der Energiegenossenschaft auf Genehmigung des Windparks nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz wurde im September beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht.

 

Das Konzept zur Bürgerbeteiligung der Vertragsstrukturen und der Finanzierung wurde von Dr. Brigitte Buhse vorgestellt, die ebenfalls dem Vorstand der Genossenschaft angehört. Es ist geplant, dass von den sechs Anlage des Windparks, drei Anlagen in das Eigentum der neu zu gründenden Bürgerwind Ottrau/Schrecksbach GmbH übergehen, je eine Anlage an die Gemeinden Ottrau und Schrecksbach sowie eine Anlage an EAM Natur. Alle Gesellschaften werden ihren Sitz in Ottrau haben, damit dort die Gewerbesteuer fällig wird. Eine Vereinbarung zwischen den Gemeinden Ottrau und Schrecksbach wird dafür sorgen, dass Schrecksbach einen entsprechenden Anteil davon erhält. Die Erträge und Aufwendungen für alle Windräder fließen in einen Pool und werden gleichmäßig auf alle Eigentümer verteilt, damit die Chancen und Risiken gleichmäßig gestreut sind. Die technische und kaufmännische Betriebsführung des gesamten Windparks wird die Energiegenossenschaft übernehmen.

 

Für die drei Anlagen der Bürgerwind Ottrau/Schrecksbach sollen rund 15 Millionen Euro investiert werden, davon stehen 4,5 Millionen für die Bürgerbeteiligung zur Verfügung. Das von den Bürgern eingebrachte Kapital fließt zu 80 % in Nachrangdarlehen und zu 20 % in Geschäftsanteile der Genossenschaft. Für die Nachrangdarlehen soll ein Stufenzins je nach jährlicher Leisung des Windparks von 3,00 bis 5,50 % gezahlt werden, die Geschäftsguthaben erhalten eine Dividende gemäß jährlichem Beschluss der Generalversammlung.

 

Mit diesem Konzept werden die Ziele der Energiegenossenschaft erreicht, erläuterte Dr. Buhse, denn die Nutzung der Vorrangflächen in der Region werden für die Region genutzt, die Bürger können sich beteiligen, die Kommunen können ihre Einnahmen über die Gewerbesteuer und die direkte Beteiligung an den Anlagen verbessern und auch regionale Unternehmen profitieren durch Aufträge.

 

Vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG, Werner Braun, wurde den Mitgliedern der Gesellschaftsvertrag für die Bürgerwind Ottrau/Schrecksbach GmbH vorgestellt. Diese soll eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Energiegenossenschaft sein und über denselben Aufsichtsrat wie die Genossenschaft verfügen, damit der Wille der Generalversammlung und der Mitglieder auch in der GmbH beachtet wird. Die Generalversammlung genehmigte anschließend die Gründung der Tochtergesellschaft "Bürgerwind Ottrau/Schrecksbach GmbH" und ermächtigte Vorstand und Aufsichtsrat, alle für die Umsetzung erforderlichen Maßnahmen vorzunehmen.

Energiegenossenschaft im Aufwind

In der gut besuchten Kulturhalle in Ziegenhain eröffnete der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Braun die dritte Generalversammlung der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG. Für den Vorstand informierte Dr. Brigitte Buhse über die sich schnell ändernden Rahmenbedingungen auf Bundes-, Landes- und Regierungsbezirksebene und Horst Kaisinger berichtete, dass es ungeachtet dessen gelungen ist, in 2013 den Bestand an Photovoltaikanlagen zu erweitern. Insgesamt hat die Energiegenossenschaft damit PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 2,1 MWp am Netz. Damit können 540 Haushalte, die 3.500 kWh Strom im Jahr verbrauchen, versorgt werden.

Die begonnen Projekte im Bereich Windkraft wurden weiter verfolgt. Für einen Windpark im Gebiet der Gemeinden Ottrau und Schrecksbach sind inzwischen alle Weichen so gestellt, dass dort ein gutes Projekt in Bürgerhand entstehen kann.

Nur 27 Monate nach ihrer Gründung kann die Energiegenossenschaft einen ansehnlichen Jahresüberschuss aufweisen und es zeigt sich, dass viele in der Region von den Aktivitäten profitieren: die Eigentümer von Dächern und Flächen durch gezahlte Pachten, regionale Unternehmen durch Aufträge, die Stadt Schwalmstadt durch entrichtete Gewerbesteuer und nicht zuletzt die Mitglieder durch Zins- und Dividendenzahlungen auf ihre Beteiligungen. Der Prüfbericht des Genossenschaftsverbandes wurde von Vorstand Ernst George verlesen.

Im Rahmen der turnusmäßigen Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Werner Braun, Klaus-Dieter Horchem, Klemens Olbrich, Heinrich Vesper, Wilhelm Kröll, Jürgen Kaufmann, Dr. Jochen Riege, Heinrich Gringel, Dominic von Schwertzell und Thomas Keil wiedergewählt. Für Dr. Constantin H. Schmitt, der nicht zur Wiederwahl zur Verfügung stand, rückte Frank Pfau in den Aufsichtsrat nach.

Hans-Kurt Bernhardt vom Vorstand zeigte sich zuversichtlich, dass auch im Jahr 2014 die Geschäftsentwicklung weiter positiv verlaufen werde und verwies auf das aktuell gute Sonnenjahr. Im Bereich der Windenergie soll an den begonnenen Projekten weiter gearbeitet und in Informationsveranstaltungen vor Ort und insbesondere in den Beratungen der gemeindlichen Gremien der Dialog geführt werden. Bernhardt zeigte sich überzeugt davon, dass die im Regionalplan vorgesehenen Flächen bebaut werden. Offen sei lediglich, ob es zum Nutzen der Kommunen und Bürger in der Region geschieht oder zum Nutzen anderer.

Im Anschluss zeigte die Gastreferentin Kerstin Haarmann am Beispiel des nordrhein-westfälischen Windparks Lichtenau-Asseln, wie der dort erzeugte Strom direkt an die Bürger vermarktet wird und ging dabei auch auf die Chancen ein, die sich der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG in der Zukunft bieten werden.

Erweiterung des Solarparks Harthbergkaserne

Im laufenden Jahr hat die Genossenschaft den Solarpark Harthbergkaserne noch einmal um 253 kWp erweitern können, so dass die dort installierte Leistung nun rund 1.600 kWp beträgt. Obwohl das Jahr 2013 im Vergleich zum langjährigen Mittel weniger Sonnenscheinstunden hatte, wurden seit Jahresbeginn im Solarpark Harthbergkaserne rund 1,3 Millionen kWh Strom erzeugt. Genug um 370 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen.

Neue Photovoltaikanlage geht ans Netz

Ende September ist eine neue Photovoltaikanlage der Energienenossenschaft Schwalm-Knüll eG auf dem Dach der Kindertagesstätte im Wiegelsweg in Treysa in Betrieb gegangen. Der Neubau des Gebäudes für eine zweigruppige Kinderkrippe für Kinder im Alter von ein und zwei Jahren hat im März begonnen und wird demnächst fertiggestellt. Die jetzt installierte Photovoltaikanlage hat eine Leistung von 14,76 kWp. Es wird erwartet, dass die Anlage rund 13.000 kWh Strom im Jahr erzeugt und damit etwa 10.000 kg Kohlendioxid einspart. Die Finanzierung erfolgte aus den liquiden Mitteln der Genossenschaft. Die Erträge werden das Geschäftsergebnis positiv beeinflussen und so den Mitgliedern in Form der Dividende zu Gute kommen.

Generalversammlung am 18. April 2013

An der zweiten Generalversammlung der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG haben rund 100 Mitglieder teilgenommen. Nachdem der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Braun die Versammlung eröffnet und die Beschlussfähigkeit festgestellt hatte, gaben die Vorstandsmitglieder Dr. Brigitte Buhse und Horst Kaisinger den Bericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2012. Trotz der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen auf Bundes-, Landes- und Regierungsbezirksebene ist es der Genossenschaft gelungen, im Jahr 2012 rd. 2,5 Mio. Euro zu investieren. Das Invest wurde etwa zur Hälfte von den Mitgliedern aufgebracht. Die errichteten Photovoltaikanlagen können ca. 400 Haushalte im Jahr mit Strom versorgen.

Im Bericht des Aufsichtsrats stellte Werner Braun die strategische Arbeit des Aufsichtsrates heraus und betonte, dass ein permanenter Informationsfluss vom Vorstand an den Aufsichtsrat gewährleistet ist.

Nach den weiteren Regularien und den Beschlussfassungen zur Bilanz sowie der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, stellte das Vorstandsmitglied Hans-Kurt Bernhardt die aktuellen Projekte der Genossenschaft vor. Dort, wo sich eine solide Wirtschaftlichkeit herstellen lässt, werden weitere Photovoltaikanlagen errichtet werden, und die Projektierungen für Windkraftanlagen werden weiter geführt. Ziel ist es, dass sich Ende 2014 die ersten Räder drehen.

Jahresbericht 2012
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Kein Stopp für Windräder

Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG betreibt aktuell 11 Photovoltaikanlagen auf verschiedenen Dächern von Gebäuden in Ottrau und Schwalmstadt sowie den Solarpark in Treysa. Parallel zum Bau der PV-Anlagen hat die Genossenschaft mit der Projektierung von Windparks in Schwalm und Knüll begonnen. Dazu wurde bereits vor einem Jahr eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst unterzeichnet. Diese besagt, dass Hessen-Forst der Energiegenossenschaft Waldgrundstücke für den Bau von Windrädern zur Verfügung stellen wird. In einem nächsten Schritt beauftragte die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll die E.ON Mitte Natur mit den Planungen für einen regionalen Windpark.
Für den Bau von Windrädern sind umfangreiche Planungen und Vorbereitungen notwendig, wie zum Beispiel Windgutachten, naturschutzfachliche Untersuchungen oder Expertisen zur Schallemissionen und Schattenwurf. Viele dieser Meilensteine für den Windpark zwischen Schrecksbach und Ottrau sind bereits erreicht. Es steht nun noch die Auswahl der Windräder an, denn um den Antrag auf Genehmigung nach dem Bundesemissionsschutzgesetz beim Regierungspräsidium Kassel stellen zu können, muss bereits das Anlagenfabrikat und der –typ bekannt sein. Der Vorstand der Energiegenossenschaft wird hierzu in Kürze eine Entscheidung treffen, damit mit dem ausgewählten Modell die Antragsunterlagen fertig gestellt und dann im Januar/Februar eingereicht werden können.
Seit Beginn ihrer Tätigkeit im Herbst 2011 hat die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG mit Rahmenbedingungen zu arbeiten, die sie nicht beeinflussen kann. Trotz der schwierigen Bedingungen ist es der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG bisher gelungen, tragfähige Projekte umzusetzen und die Mitglieder daran zu beteiligen. Die Windenergieprojekte werden nach Maßgabe der aktuell gültigen Gesetze und Vorgaben unabhängig von den noch andauernden Regierungsbildungen in Berlin und Wiesbaden weiter entwickelt. Ein Stopp für die Windräder, wie die HNA Schwalmstadt am 21. Oktober 2013 in der Überschrift zu einem Artikel zum geplanten Windpark zwischen Schrecksbach und Ottrau (http://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/stopp-windraeder-umsetzung-haengt-regierungsbildung-3174910.html) verkündet, ist nicht in Sicht. Die Energiegenossenschaft setzt auf den Dialog mit den Bürgern, Kommunen und Unternehmen vor Ort, damit eine breite Beteiligung erreicht wird und viele in hohem Maß profitieren können. Vorstand und Aufsichtsrat beobachten deshalb sehr genau die politischen und planerischen Entwicklungen auf Bundes-, Landes und Regionsebene. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern, wird die Genossenschaft einen Weg finden, angemessen darauf zu reagieren.

Bürgerwindpark und Stromspeicher

v. l. n. r.: Werner Braun, Thomas Keil, Jan Martin Hansen, Dr. Johannes Kostka, Siegmund Laufer

Windenergie und die Möglichkeiten den Strom zu speichern standen im Mittelpunkt der Vortrags- und Informationsveranstaltung der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG und der EAM Energieeffizienz Aktiv Mitgestalten gGmbH, die vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Energiegenossenschaft Werner Braun moderiert wurde. Nachdem zunächst Dr. Brigitte Buhse die Energiegenossenschaft vorgestellt und eine erste Bilanz gezogen hatte, berichtete der Land- und Energiewirt Jan Martin Hansen aus Braderup in Schleswig-Holstein in der vollbesetzten Kulturhalle in Schwalmstadt-Ziegenhain sehr unterhaltsam über seine Erfahrungen bei der Errichtung eines Bürgerwindparks. Bereits in 1995 konnte er mit seinem Motto „für den Menschen mit den Menschen“ Skeptiker und Bürger auf dem Weg von der Planung über die Finanzierung bis zum Bau und Betrieb eines Windparks mitnehmen.

Da die Energieerzeugung aus Wind und Sonne natürlichen Schwankungen unterliegt, zeigte Dr. Johannes Kostka von der Robert Bosch GmbH im Anschluss die Möglichkeiten der Stromspeicherung auf. So kann zum Beispiel mit einem Stromspeicher in Ein- und Mehrfamilienhäusern der kostengünstige Eigenverbrauch des durch eine Photovoltaikanlage erzeugten Stroms erhöht werden. Aber auch Netzüberlastungen in Regionen mit viel Windenergie können durch Stromspeicher vermieden werden. Im Bürgerwindpark Braderup will Bosch eine Batterie, so groß wie eine kleine Turnhalle bauen, die dafür sorgt, dass weniger Energie verloren geht, wenn die Stromnetze an der Küste überlastet sind.

Horst Kaisinger von der Energiegenossenschaft berichtete, dass auch in der Schwalm und im Knüll die Planungen für die Errichtung von Windrädern begonnen habe und erste Verträge geschlossen wurden. Dabei sieht sich die Energiegenossenschaft als Vorreiter und Partner, um Kommunen, Unternehmen und Bürger an den Erträgen aus der Energieerzeugung zu beteiligen. Die Energiegenossenschaft handelt dabei nach dem Leitsatz von Friedrich Wilhelm Raiffeisen „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“

Energiegenossenschaft und E.ON Mitte Natur planen gemeinsam Windpark in Ottrau

ie Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll beauftragt die E.ON Mitte Natur mit den Planungen für einen regionalen Windpark. Entsprechende Verträge unterzeichneten kürzlich die Vorstände der Energiegenossenschaft Hans-Kurt Bernhardt und Horst Kaisinger sowie Martin Severin, Geschäftsführer der E.ON Mitte Natur im Beisein von Ottraus Bürgermeister Norbert Miltz. Am 21.Februar wurden die Bürger in Ottrau durch die Energiegenossenschaft über die Vorhaben und den vorgesehenen Ablauf informiert.
                                     
Angesichts von Klimawandel und Ressourcenverknappung setzt sich die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG seit 2011 mit der Realisierung und dem Betrieb von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien auseinander. Neben einigen PV-Projekten macht sich die Genossenschaft besonders für die Windenergie im südlichen Schwalm-Eder-Kreis stark. Nach dem Motto „die Wertschöpfung der Region für die Region“ kommt es der Energiegenossenschaft darauf an, die Vorhaben so umzusetzen, dass örtliche Bürgergesellschaften, die Kommunen, die Unternehmen vor Ort in möglichst hohem Maß profitieren. Deshalb realisiert man die Projekte auch nicht in der branchenüblichen „schlüsselfertigen“ Variante, sondern sucht sich für die einzelnen Abschnitte (Planung, Errichtung, Betrieb) Partner, die die nötigen fachlichen Leistungen honorarbasiert erbringen. „Um Projekte erfolgreich zu realisieren, brauchen wir einen starken Partner an unserer Seite“, so der Vorstand der Energiegenossenschaft Horst Kaisinger. „E.ON Mitte Natur hat uns eine Lösung aufgezeigt, die unseren Vorstellungen gerecht wird.“ Von der Partnerschaft profitieren alle Beteiligten: Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll hat mit Hessenforst bereits erste Vereinbarungen für Flächen in der Region geschlossen, zudem ist der Weg über die Genossenschaft zu Bürgerbeteiligungen sehr gut umsetzbar. Die E.ON Mitte Natur hat mit ihrem Geschäftsfeld Windservice mit Planungs- und Beratungsleistungen für Kommunen schon Erfahrungen gesammelt. „Von uns als Partner profitiert die Genossenschaft, da alle Entwicklungsschritte und die Beratung während des Prozesses aus einer Hand kommen“, so Martin Severin. Bevor die Windkraftanlagen tatsächlich gebaut werden, sind einige Meilensteine zu überwinden. Im Frühjahr 2012 wurden bereits aufwendige Gutachten zum Schutz der Avifauna im Bereich der Standorte in Auftrag gegeben. Im nächsten Schritt wird das Windenergiepotential detailliert ermittelt um die Wirtschaftlichkeit des geplanten Windenergiestandortes zu bestimmen.

Der Windpark soll dann von einer Bürgergesellschaft, die in den kommenden Monaten in Ottrau gegründet werden soll, realisiert werden. Die Energiegenossenschaft versteht sich als Vorreiter und Wegbereiter und wird in der späteren Umsetzung ebenfalls ihren Beitrag leisten.

Windkraftanlagen im Wald - Energiewende in Schwalm und Knüll

Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll und Hessen-Forst arbeiten zusammen

Die Energiegenossenschaft Schwalm- Knüll e.G. und der Landesbetrieb Hessen-Forst haben sich auf eine enge Zusammenarbeit bei der Errichtung von Windkraftanlagen verständigt.
Die Genossenschaft plant Windräder zur Produktion von Strom in der Region Schwalm/ Knüll zu errichten. Dazu unterzeichneten beide Partner in Neukirchen eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit. Detlef Stys, Abteilungsleiter für Liegenschaften beim Landesbetrieb Hessen-Forst erklärte,  „ dass Hessen-Forst der Energiegenossenschaft Waldgrundstücke für den Bau von Windrädern zur Verfügung stellen wird. Wir starten mit den Vorbereitungen in den Gemeinden Frielendorf und Ottrau und in der Stadt Neukirchen“

„Endlich ist es geschafft“, freuen sich die  Vorstände der Energiegenossenschaft, Horst Kaisinger, Hans-Kurt Bernhardt, Dr. Brigitte Buhse und Ernst George: „die ausführlichen und  konstruktiven Gespräche mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst haben zu diesem guten Ergebnis geführt. Damit können wir heute den Startschuss für die Energiewende in Schwalm und Knüll gegeben“. Auch die Bürgermeister Birger Fey aus Frielendorf, Klemens Olbrich aus Neukirchen, Jürgen Kaufmann aus Schwarzenborn und Norbert Miltz aus Ottrau sind zufrieden. Stärkt doch diese Übereinkunft mit Hessen-Forst die Wertschöpfung in der Region und die Unabhängigkeit der Stromversorgung. Die Bürger können Anteile an den Windrädern erwerben, / damit eine nachhaltige Energieerzeugung unterstützen und gleichzeitig ihre Ersparnisse sicher und mit Gewinn anlegen. Aufgabe der Genossenschaft ist es, mit den Bürgern und für die Bürger die Energiewende zu gestalten. Nicht nur die Anlagen sehen, sondern Teil daran haben. Wertschöpfung in die Region zu bringen ist oberstes Ziel. Über die nächsten Schritte,  will man in Kürze in regionalen Informationsveranstaltungen informieren. „Wir wollen die Bürger mitnehmen und für die Bürger Gewinne generieren,“ so Horst Kaisinger. „Gemeinsam kann man für die Region in Schwalm und Knüll viel erreichen.“

Nach den Planungen der Energiegenossenschaft sollen die ersten Windräder im Jahr 2014 umweltfreundlichen Strom produzieren. Den Beweis dafür, dass die Konzepte funktionieren, hat die Genossenschaft mit den bisher realisierten Fotovoltaikprojekten bereits unter Beweis gestellt.

Hintergrund:
Der Landesbetrieb Hessen-Forst unterstützt die energiepolitischen Ziele des Landes Hessen. Er stellt geeignete Standorte im Staatswald für den Ausbau der Windenergie zur Verfügung.
Nach dem Hessischen Energiegipfel lauten die Ziele und Eckpunkte des hessischen Energiekonzepts für Erneuerbare Energien: Deckung des Energiebedarfs außerhalb des Sektors Verkehr bis 2050 zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Die Erzeugung von Energie durch Windkraft ist wesentlicher Bestandteil des Energiekonzepts. Danach sollen 28 Terawattstunden aus der Windenergie gewonnen werden. Dazu sollen bis zu 2% der Landesfläche als Vorranggebiete für Windenergie ausgewiesen werden.

Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG plant in Abstimmung mit den beteiligten Kommunen Windenergieprojekte. Mit der Vereinbarung mit Hessen-Forst soll die Energiegenossenschaft in die Lage versetzt werden, auf den Staatswaldflächen die für die Verwirklichung des Projektes erforderlichen vorbereitenden Planungen und Untersuchungen durchzuführen und öffentlich-rechtliche Genehmigungen zu beantragen.

Wie geht es weiter?
In Abstimmung mit den Kommunen werden Termine festgelegt und bekannt gemacht, in denen Mandatsträger und Bürger über weitere Details der geplanten Projekte und die notwendigen Schritte zur Umsetzung informiert werden sollen. Die Veranstaltungen werden voraussichtlich zu Beginn des neuen Jahres stattfinden.

Da mit Blick auf Änderungen des Erneuerbare Energien Gesetzes eine zügige Verfolgung der Vorhaben ratsam erscheint, werden  parallel in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Kommunen vorbereitende Arbeiten weiter vorangetrieben. Dazu gehören auch Gespräche mit weiteren Grundstückeigentümern sowie vorbereitende Untersuchungen für die Standorte, z.B. erste notwendige Gutachten.

Die Energiegenossenschaft ist zunächst gewissermaßen „Platzhalter“ in den Verträgen und hat sich die Berechtigung einräumen lassen, die Rechte aus den Verträgen auf örtliche Gesellschaften übertragen zu dürfen. Ziel war und ist die Schaffung von Wertschöpfung unter enger Einbindung der Bürger und der Kommunen. Deshalb wird auch bald zu klären sein, in welcher Form diese örtlichen Gesellschaften erwünscht und sinnvoll sind.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein erster wichtiger Schritt vollzogen ist. Hessen Forst hat den Weg für Bürgerbeteiligung in Schwalm und Knüll freigemacht.



Bürgersolarpark geht ans Netz

Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG liefert Strom für 340 Haushalte


Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG hat in der früheren Harthbergkaserne in Treysa einen Solarpark mit einer Leistung von ca. 1,3 MW errichtet. Auf dem von der Stadt Schwalmstadt zur Verfügung gestellten Gelände wurden rund 5.500 Solarmodule auf Stützgestellen und 75 Wechselrichter montiert. Die Anlage wurde jetzt im Rahmen einer Feierstunde in Betrieb genommen und dann umweltfreundlich erzeugter Strom in das Stromnetz eingespeist. Mit einer Jahresleistung von ca. 1,25 Mio. Kilowattstunden erzeugter Energie können 340 Haushalte mit Strom versorgt werden. Der Strom wird klimaneutral produziert und erspart der Atmosphäre eine jährliche Kohlendioxidbelastung von 670 Tonnen.


Bürger können sich finanziell an der Anlage beteiligen und für Ihre Investition eine attraktive Rendite erzielen. Interessenten sind aufgerufen bis zum 15. Oktober eine Absichtserklärung auszufüllen und bei der Genossenschaft einzureichen.
Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG hat die Inbetriebnahme des Solarparks zum Anlass genommen, um im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Unterstützern und Geschäftspartnern ihr einjähriges Bestehen zu begehen. Gegründet mit 76 Mitgliedern im September 2011 hat sich die Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres auf mehr als 200 erhöht. Durch eine gute Vernetzung in der Region, dem Tatendrang und der Begeisterung von Vorstand und Aufsichtsrat konnten bereits 10 Photovoltaikanlagen auf Dächern von Gebäuden in der Schwalm errichtet und den Bürgern zur Beteiligung angeboten werden. Diese haben auch eifrig von dem Angebot Gebrauch gemacht, so dass alle zur Verfügung stehenden Anteile jetzt in der Hand von Schwälmern sind. Damit wird eine maximal mögliche regionale Wertschöpfung erzielt. Insgesamt wurden bereits 2,5 Mio. Euro in Photovoltaikanlagen investiert, wovon mehr als 1,3 Mio. Euro für die Bürgerbeteiligung zur Verfügung gestellt wurden.


Der scheidende Bürgermeister Wilhelm Kröll freute sich, dass alle Genehmigungen rechtzeitig erteilt werden konnten und das Projekt noch in seiner Amtszeit vollendet wurde. Weiterhin viel Erfolg wünschte der neue Bürgermeister der Stadt Schwalmstadt, Dr. Gerald Näser, der Genossenschaft. Der Abteilungsdirektor Reinhard Otto überbrachte die Grüße des Regierungspräsidenten und rief Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft zu „Machen Sie weiter so, das tut der Region gut.“ Thomas Keil, Leiter des Regionalzentrums Mitte, freute sich über die gute Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG.


Mit der Inbetriebnahme des ersten Solarparks ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Genossenschaft erreicht. Für den Vorstand ist das jedoch kein Grund, nun die Hände in den Schoß zu legen, denn an den nächsten Projekten wird bereits gearbeitet. So werden weitere Dächer und Freiflächen für den wirtschaftlichen Betrieb von Photovoltaikanlagen geprüft und auch dem Thema Windenergie in Bürgerhand hat man sich verschrieben.




Beteiligungsmöglichkeiten an Photovoltaikanlagen in Schwalmstadt erschöpft

Für die durch die Genossenschaft errichteten Photovoltaikanlagen in mehreren Stadtteilen von Schwalmstadt sind die Beteiligungsmöglichkeiten erschöpft. Alle Mitglieder und Interessenten, die eine Absichtserklärung abgegeben haben, erhalten in den nächsten Tagen die Darlehensverträge zur Kenntnis.

 

Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG arbeitet aktuell an weiteren Projekten, die zu gegebener Zeit zur Beteiligung angeboten werden. Die Teilhabe ist über den Erwerb von Geschäftsanteilen und die Hingabe von Nachrangdarlehen vorgesehen. Die Energiegenossenschaft vergütet dafür in Abhängigkeit vom Geschäftsergebnis Dividende bzw. Zinsen. Ziel ist es, den Mitgliedern eine angemessene und nachhaltige Rendite für das eingesetzte Kapital zu bieten. Eine generelle Absichtserklärung zur Beteiligung kann jederzeit abgegeben werden.



Allgemeine Interessensbekundung
allgemeine Absichtserklärung.pdf
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Erste Generalversammlung

Großer Betrieb herrschte am Donnerstag, 19.04.2012 im Dorfgemeinschaftshaus in Schwalmstadt-Trutzhain. Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG hatte zu ihrer ersten Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2011 eingeladen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Braun begrüßte die zahlreich erschienenen interessierten Mitglieder und Gäste. Im Bericht des Vorstandes zum Geschäfts- und Gründungsjahr 2011 beschrieb das Vorstandsmitglied Horst Kaisinger zunächst die Zeit seit der Gründung der Genossenschaft. Mit nur einer Informationsveranstaltung als Vorlauf am 18.07.2011 in Schrecksbach sei ganz schnell klar geworden, dass die Idee, regionale Wertschöpfung zu organisieren und zu sichern, auf große Zustimmung stieß. Nur 2 Monate später, am 26.09.2011, wurde mit 76 Mitgliedern die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG gegründet.

Strategisch habe sich die Genossenschaft so aufgestellt, dass zunächst PV-Anlagen realisiert werden, um eine wirtschaftliche Existenzgrundlage zu schaffen. Mit der garantierten Einspeisevergütung des Erneuerbare Energien Gesetzes ergäbe sich eine feste Kalkulationsgrundlage. So seien noch in 2011 die Anlagen auf dem Dach des Raiffeisen Baumarktes in Ottrau und auf dem Dach des Kindergartens im Steinweg in Ziegenhain entstanden. Inzwischen habe die Energiegenossenschaft sieben weitere Anlagen errichtet, u.a. auf den Dächern der ehemaligen Kaserne in Schwalmstadt Treysa, der Kindertagesstätte Rappelkiste, dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses in Wiera und auf dem Betriebsgebäude von Hephata. Parallel dazu arbeitete die Genossenschaft bereits daran, die Ressourcen anderer Energieträger, in erster Linie die Windkraft, zum Nutzen der Mitglieder der Genossenschaft zu erschließen.

Dass die versprochene Bürgerbeteiligung funktioniert, sei in Ottrau bereits bewiesen. Die erste Pilotanlage ist komplett über Mitglieder finanziert, die ansprechende Renditen für ihre angelegten Gelder erhalten.

 

Die Bilanz des Gründungsjahres, so Kaisinger weiter, sei noch sehr überschaubar. Die Vermögenswerte zum 31.12.2011 bestünden aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 53.400,-- Euro. Die Bilanz schließe nach Verrechnung des Verlustes aus dem Gründungsjahr mit einer Bilanzsumme von 48.587,05 Euro. Die Gewinn- und Verlustrechnung beinhalte zunächst einmal nur die Gründungskosten. Das seien im Wesentlichen die Gebühren für das Gründungsgutachten sowie die Kosten für Notar und Amtsgericht. Alle Organmitglieder arbeiteten ehrenamtlich und erhielten keine Aufwandsentschädigungen für z.B. notwendige Fahrten, Telefonate und so weiter.

Die Bilanz des Jahres 2011 liegt zu Einsicht für die Mitglieder in den Geschäftsräumen der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG in der Mainzer Gasse 4 in Schwalmstadt-Treysa aus.

 

Inzwischen sei die Genossenschaft erfreulich gewachsen. Es gehören der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG 174 Mitglieder mit 682 Geschäftsanteilen an. Die Mitgliederzahl wachse stetig.

 

Bei den anschließenden Abstimmungen wurden der Aufsichtsrat und der Vorstand jeweils einstimmig entlastet. Der Aufsichtsrat dankte dem Vorstand für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich Menschen für eine Sache so zielstrebig einsetzen. Von den Vorständen wäre hier nicht nur Zeit gefordert. Man habe sich mit erheblichem zeitlichem Aufwand, innerer Begeisterung und großem Eifer der Aufgabe gestellt, so Braun.

 

Horst Kaisinger gab noch einen Ausblick auf die kommenden Monate. Nachdem das ursprüngliche Jahresziel 2012, rund 500 kWp in Form von Photovoltaikanlagen am Netz zu haben, schon zu rund 90 % erreicht sei, werde man weitere Projekte in Angriff nehmen. Derzeit wird die Realisierung von zwei größeren Freiflächenparks geprüft. Im Lauf des Jahres werden weitere Dachanlagen folgen. Sobald in den nächsten Wochen Klarheit über genehmigungsfähige Windkraftstandorte entsteht, wird man hier ebenfalls Projekte anpacken. Ziel ist es, in den Jahren 2013 bis 2015 dort wo möglich und sinnvoll Windparks so zu realisieren, dass die Bürger und die Region größtmöglich von der Wertschöpfung profitieren. Modelle sind entwickelt, die Schritt für Schritt mit kompetenten Partnern umgesetzt werden können. Kaisinger unterstrich noch einmal den Appell an Grundstückseigentümer, nicht an externe Unternehmen zu verpachten. Man bittet darum, den Kontakt zu den Kommunen oder der Energiegenossenschaft zu suchen und der lokalen Wertschöpfung über die Pacht
hinaus eine Chance zu geben.

 

 

Erste Photovoltaikanlage vollständig gezeichnet

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Lagerhalle im Raiffeisen-Baumarkt in Ottrau, die von der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG zur Beteiligung angeboten wurde, ist vollständig gezeichnet. Das Interesse an einer Beteiligung hat das zur Verfügung stehende Investitionsvolumen bei weitem überstiegen.

Die Energiegenossenschaft Schwalm Knüll eG arbeitet an der Vorbereitung weiterer Objekte und wird in Kürze über die Beteiligungsmöglichkeiten informieren.



Wind soll in der Region für die Region wehen

Großes Interesse bei Informationsveranstaltung der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG

"Wir sind angekommen" stellte Horst Kaisinger für den Vorstand der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG bei der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung der Ende September gegründeten Genossenschaft fest. Am 29. November hatte die Energiegenossenschaft in den Landgasthof Bechtel in Willingshausen-Zella eingeladen. Mit mehr als 150 Gästen war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.

Im Verlauf des Programms stellte sich die Energiegenossenschaft selbst vor. Sie verfolgt das Ziel, die Energiewende zur Steigerung der Wertschöpfung bei den Menschen in Schwalm und Knüll zu nutzen und dafür zu sorgen, dass möglichst wenig überregional abfließt. In einer immer als strukturschwach bezeichneten Region mit den bekannten demographischen Aussichten sind die Chancen, die sich aus dem beschlossenen Ausbau der erneuerbaren Energien ergeben, wie ein Konjunkturprogramm für den ländlichen Raum zu sehen. „Verschenken wir diese Möglichkeiten nicht an andere, sondern nutzen sie selbst“, so Aufsichtsratsvorsitzender Werner Braun.

Ein ganz besonderes Highlight des Abends war der Vortrag von Michael Diestel, Kreisgeschäftsführer des Bauernverbandes Rhön-Grabfeld. Diestel fesselte die Zuhörer in seinem rund einstündigen Vortrag und zeigte an diversen Beispielen auf, welche Fragen, Herausforderungen und Chancen in dem Thema stecken. In seiner Heimatregion gehört er zu den Initiatoren mehrerer Energiegenossenschaften, die in diverse Projekte investiert haben. Diestel zeigte auf, was man zusammen mit Bürgern, Kommunen, heimischen Unternehmen und regionalen Banken erreichen kann. Sein Credo: „Bestimmen Sie, was Sie wollen, und setzen Sie es dann um. Lassen Sie es nicht zu, dass sich andere einfach bei Ihnen aufstellen und auf diese Weise den Rahm abschöpfen!“ In Sachen Windenergienutzung hat man im Grabfeld inzwischen umfangreiche Erfahrungen gesammelt. So ist es gelungen, ein Areal von 700 ha einer Planung und Realisierung durch die Menschen in vier umliegenden Dörfern zuzuführen. „Das schlimmste ist die Neiddiskussion bei solchen Themen. Die kriegen Sie nur weg, wenn alle etwas davon haben.“ Deshalb, so Diestel, ist die genossenschaftliche Lösung das ideale Modell, um die Bürger auf breiter Front einzubinden und mitzunehmen. Den Kommunen nützt die lokale Genossenschaft ebenso. Auf diese Weise landet beispielsweise die Gewerbesteuer vollumfänglich in den jeweiligen Kommunen.

Dr. Brigitte Buhse, naturkraft-region, zeigte mittels eines Wertschöpfungsrechners auf, dass das Geld, welches der Region zu Gute kommt, im lokalen Modell annähernd das zehnfache dessen ausmacht, was Konzepte mit überregionalen Investoren und Projektgesellschaften für unsere Heimat bringen.

Seitens der Energiegenossenschaft Schwalm Knüll eG kann deshalb nur die Aufforderung erneuert werden, zunächst lokale Lösungen zu prüfen, bevor man Pachtverträge für mögliche Standorte auf die Schnelle unterschreibt.

Chancen aus regenerativer Energieerzeugung nutzen

Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG lädt zum Informationsabend ein

Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG, die Ende September gegründet wurde, lädt alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung am 29.11.2011 um 18:30 Uhr in den Landgastof Bechtel in Willingshausen-Zella ein.

 

Mit der beschlossenen Energiewende sind die unterschiedlichen Formen erneuerbarer Energie in den nächsten Jahren planmäßig weiter auszubauen, damit die angestrebte Quote bis zum Jahr 2022 erreicht wird. Den Beschlüssen der Hessischen Landesregierung folgend werden auch in unserer Region neben Fotovoltaik und Biogasanlagen weitere Standorte für Windkraftanlagen möglich sein. In vielen Bereichen unserer Dörfer sind deshalb Projektentwickler unterwegs, um Flächen anzupachten. Der Vorstand der Genossenschaft sieht das kritisch. Auf diese Weise kommt zwar eine nicht unattraktive Pacht bei den Eigentümern potentieller Windkraftanlagenstandorte an, der Hauptteil der Wertschöpfung verlässt aber die Region. Unter dem Motto „Das Geld des Dorfes dem Dorfe“ stellt die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG ein Modell vor, das geeignet ist, auch die übrigen Erträge den Menschen in Schwalm und Knüll zufließen zu lassen. Grund und Boden verkauft man nicht – das ist in der Landwirtschaft ein eherner Grundsatz. Das sollte auch für den Wind gelten, der darüber weht.

 

Gastreferent der Veranstaltung ist Michael Diestel, Geschäftsführer des Bauernverbandes in der Region Rhön-Grabfeld, und überzeugter Initiator verschiedener erfolgreicher Energiegenossenschaften. Zitat: „Entweder Sie stellen sich auf oder Sie lassen es zu, dass sich andere bei Ihnen aufstellen!“

 

Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll wird sich an dem Abend vorstellen und über Ihre Vorhaben informieren.

Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger in Schwalm und Knüll. Die Energiegenossenschaft freut sich auf zahlreiche Besucher.

 

Einer für Alle, Alle für Einen

Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG gegründet

Ganz nach dem Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen „was dem Einzelnen nicht möglich ist, das schaffen viele", wurde in Schwalmstadt mit fast 80 Gründungsmitgliedern die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll gegründet.

 

Initiiert und vorangetrieben wurde die Genossenschaftsgründung von der VR-Bank HessenLand eG und der naturkraft-region. „Die Energiegenossenschaft bietet die Chance die Wertschöpfung bei der Nutzung erneuerbarer Energien in der Region zu halten und nicht an überregionale Investoren abfließen zu lassen, " so Jürgen Kaufmann, 1. Vorsitzender der naturkraft-agentur, der die Anwesenden begrüßte. Werner Braun, Vorstand der VR-Bank HessenLand eG, führte als Versammlungsleiter durch den Abend: „In den letzten Wochen wurden viele Gespräche in Vorbereitung auf den heutigen Abend geführt. Es mussten Kandidaten für Vorstand und Aufsichtsrat gefunden und ein Businessplan erarbeitet werden."

 

Bei dem Unterzeichnen der Satzung bildete sich regelrecht eine Schlange bis alle Gründungsmitglieder sich eingetragen und über 450 Anteile zu je 100 Euro gezeichnet hatten. Der Genossenschaftsgedanke spiegelt sich auch im Stimmrecht wider, so hat jedes Mitglied eine Stimme, unabhängig davon wie viele Geschäftsanteile es besitzt. Im neu gewählten Aufsichtsrat sind unter anderem Vertreter aus Kommunen, Handwerk, Wirtschaft, Landwirtschaft, Bildung, Banken sowie weitere Multiplikatoren aus der Region vertreten. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Werner Braun, zu seinem Stellvertreter Klaus-Dieter Horchem, Direktor von Hephata, gewählt. Der Aufsichtsrat bestellte Ernst George, Horst Kaisinger und Hans Kurt Bernhardt als Vorstand. Alle Beteiligten haben einen stark regionalen Bezug.

 

Gemäß Satzung wird sich die Genossenschaft mit der Planung, Finanzierung, Errichtung und dem Betrieb von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien befassen. Sie wird Strom und Wärme verkaufen, aber auch weiterführende Aktivitäten zur Steigerung von Energieeffizienz und Energieeinsparung sollen durchgeführt werden. Die Genossenschaft finanziert ihre Projekte aus Geldern der Mitglieder, bestehend aus Geschäftsanteilen und Nachrangdarlehen, sowie falls erforderlichen ergänzenden Bankdarlehen. Die Mitglieder erhalten für die eingebrachten Finanzierungsmittel Zinsen und Dividende, also Kapitalerträge.

 

Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll wird nach Eintragung in das Genossenschaftsregister direkt mit den ersten Projekten starten. Begonnen werden soll mit Photovoltaikanlagen, die ersten Dächer dafür sind bereits gefunden.
Nach Eintragung im Genossenschaftsregister sind weitere Beitritte erwünscht. Die Genossenschaft wird in Verbindung mit geplanten Projekten mit weiteren Informationen auf die Bürger in Schwalm und Knüll zugehen. Ein Thema liegt dem Vorstand ganz besonders am Herzen. Überregionale Investoren und Projektentwickler bemühen sich derzeit stark um Pachtverträge für potentielle Windenergiestandorte. Hier sollte man nicht übereilt unterschreiben und im ersten Schritt klären, ob die regionale Lösung unter Beteiligung der Bürger nicht die vorzuziehende Alternative ist. Der Vorstand und der Aufsichtsratsvorsitzende stehen hier bei Fragen gerne zur Verfügung.